Sicherheit · Motorschirm Austria
Die Gefahren beim Motorgleitschirmfliegen
Gefahren beim Tandemfliegen gibt es wie bei jedem Luftsport, wir sprechen sie hier offen an.
Vorab: Das Motorgleitschirmfliegen ist eine der sichersten Luftsportarten überhaupt. Nichtsdestotrotz gibt es reale Gefahren, auf die wir hier ehrlich eingehen – mit Häufigkeit, Gegenmaßnahmen und Risiko.
Gefahren beim Tandemfliegen realistisch einschätzen

Allgemeine Sicherheitsstandards für den Luftraum legt die Austro Control fest. Alles darüber hinaus entscheidet die Erfahrung des Piloten.
Denn die meisten Gefahren beim Motorschirmfliegen entstehen nicht plötzlich – sie kündigen sich an: eine Böe, die sich anders anfühlt als erwartet, eine Wolke, die schneller wächst als sie sollte. Wolfgang Zickl fliegt seit 1999 Gleitschirm und seit 2004 mit dem Motorschirm. Wer so lange in der Luft ist, bemerkt solche Kleinigkeiten, bevor sie zum Problem werden.
Genau darin liegt der Wert von Erfahrung – nicht darin, heikle Situationen zu meistern, sondern gar nicht erst in sie hineinzugeraten. Der sicherste Flug ist der, den man an einem grenzwertigen Tag nicht antritt. Genau das ist der Grund, warum wir in den letzten 20 Jahren mit unseren Passagieren verletzungsfrei geblieben sind – und warum bei uns immer der Pilot entscheidet, ob geflogen wird.
Startabbruch, Kippen
Gerade der Start ist die schwierigste Phase – der Schirm muss aufgebaut und stabilisiert werden. Bei stärkerem Wind kann das Trike umkippen.
Risiko: Startabbruch häufig, Umkippen selten.
Verletzungsgefahr: bei Verhalten nach Sicherheitseinweisung sehr gering.
Gegenmaßnahme: keine Starts bei starkem und böigem Wind.
Motorausfall
Auch bei uns theoretisch möglich, etwa durch ein Kabel, das sich durch Vibrationen löst.
Risiko: sehr selten.
Verletzungsgefahr: keine – wir können auch ohne Motor weiterfliegen und landen.
Gegenmaßnahme: regelmäßige Wartung.
Einklappen des Schirmes
Da der Schirm nicht starr ist, könnte dies theoretisch passieren.
Risiko: extrem selten.
Verletzungsgefahr: hoch, auch bei Abstieg mit dem Rettungsschirm möglich.
Gegenmaßnahme: Rettungsschirm an Bord, Fliegen außerhalb turbulenter Zeiten.
Grundsätzlich gilt

Die letzte Entscheidung trifft der Pilot direkt vor dem Start, ob geflogen wird oder nicht. Hierbei lässt er sich nicht beeinflussen – egal wie weit die Anreise war oder wie zeitig Sie aufgestanden sind.
Unser Pilot ist nur seiner und Ihrer Sicherheit verpflichtet. Fahrt- oder Reisekosten werden bei Absage nicht übernommen, da diese Entscheidungen oft auf Grund kurzfristiger und unvorhersehbarer Wetterereignisse getroffen werden. Der Pilot muss auf Nummer sicher gehen.